Alles über Perlen

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Fundgebiete für Naturperlen
1890 wurde die florierende amerikanische Perlmuttindustrie auf die Schalen aufmerksam, sie gingen jetzt von San Francisco aus an die Knopffabriken und wurden auch nach Europa weirerverkauft. Die Exportzahlen beliefen sich bald auf einige hundert Tonnen im Jahr, damit waren Abalonescha-len für den kalifornischen Staat zu einer neuen Einkommensquelle geworden. In der Adorfer Perlmuttindustrie wurden z. B. Schalen der roten Abalone Haliotis rufescens verarbeitet, man nannte sie damals Haliotis californiensis oder Irisschnecke. Noch heute werden aus Abaloneschale typische Souvenirs wie Silberschmuck hergestellt, für Amerikaner ist die Abalone ein Symbol Kaliforniens. Eine Perlmuttindustrie gibt es nicht mehr. Dafür haben Hobbytaucher das Geschäft für sich entdeckt, sie verkaufen die Schalen oder verarbeiten sie selbst weiter.


Abalone-Perlen aus Kalifornien scheinen bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein noch keine Rolle gespielt zu haben. 1938 spricht George Frederick Kunz von den seltenen und sonderbaren Gebilden, die bei den amerikanischen Juwelieren so gut wie unbekannt sind. Kunz ist der Meinung, dass Abalone-Perlen zu den schönsten und seltensten Perlen gehören und dass sie zu fantasievollen Schmuckstücken verarbeitet werden könnten, wenn sie nicht so teuer wären. Er spricht von einer ihm bekannten Kette aus Abalone-Perlen und gibt der Meinung Ausdruck, dass Perlen aus Korea und Japan schöner als die kalifornischen sind. Er gibt die Beobachtung wieder, dass auf hundert Schalen nur fünf Perlen kommen, dass aber bis zu drei Perlen in einer Schale gefunden werden können.
Erst in den neunziger Jahren unseres Jahrhunderts rücken die Perlen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Dies ist u. a. dem Kalifornier Wes Rankin zu verdanken, dessen Firma Pacific Coast Pearls ausschließlich kalifornische Abalone-Perlen anbietet. Er besirzt eine der schönsten und umfangreichsten Sammlungen der Welt, die er in den letzten drei Jahrzehnten zusammengetragen hat. Sie stammen aus verschiedenen Haliotis-Axtta.

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